Feurio Fragen & Antworten - Begriffserklärung:
Busmaster-Treiber (DMA)
Leider betreiben manche Windows-Versionen IDE-Geräte (also IDE-CD-ROMs sowie
IDE-CD-Writer) im "Programmed IO-Modus", d.h. die CPU schickt aktiv jedes Byte
zum Device und empfängt auch jedes Byte aktiv. Dies kostet natürlich
eine Menge Rechenzeit!
Um dies zu lösen, muss ein "Busmaster-Treiber" installiert werden.
Ist ein "Busmaster-Treiber" aktiviert, läuft der Transfer der Daten ohne
Benutzung der CPU ab - die CPU "sagt" lediglich: "Lese mir doch mal bitte die
Sektoren x-y nach Speicheradresse z", der gesamte Transfer erfolgt ohne Zuhilfenahme
der CPU und kostet daher keine Rechenzeit. - Woher bekomme ich einen Busmaster-Treiber?
Normalerweise sollte bei Ihrem Mainboard / bei Ihrem Rechner eine Diskette/CD
mit zu Ihrem System passenden Busmaster-Treibern beiliegen. Sehen Sie hierzu
die mitgelieferten Disketten / CDs und/oder das Mainboard- bzw. Rechnerhandbuch
durch.
Windows enthält je nach Version für manche Boards (insbesondere für
Intel-Boards) bereits Busmaster-Treiber - bei Windows 98 Second Edition und Windows
2000 werden für Board mit Intel-Chipsatz automatisch Busmaster-Treiber installiert.
Sollten Sie keinen Erfolg haben, können Sie unter der Adresse: http://www.bmdrivers.com/
"generische" Busmaster-Treiber herunterladen, die auf den meisten Systemen laufen
sollten. - Windows 95/98 User:
Unter Windows 95/98 kann der Busmaster-Betrieb für einzelne Geräte
aktiviert/deaktiviert werden; auch nach der Installation eines Busmaster-Treibers
ist der Busmaster-Betrieb oft nicht aktiviert.
Zum Aktivieren den Gerätemanager starten (Start -> Einstellungen ->
Systemsteuerung), dort "Geräte" auswählen und den Zweig "CD-ROMs" expandieren.
Dann die CD-ROMs / CD-Writer auswählen, "Eigenschaften" -> "Einstellungen"
und dort den Schalter "DMA" anschalten.
Ist kein Schalter "DMA" vorhanden, wurde der Busmaster-Treiber nicht korrekt
installiert - oder es handelt sich um einen herstellerspezifischen Busmaster-Treiber,
der nicht von Windows aus kontrolliert werden kann - in diesem Fall sollte der
Hersteller ein Konfigurations-Tool mitgeliefert haben - schauen Sie hierzu in
den Unterlagen des Treibers nach!
- Windows 2000 User:
Unter Windows 2000 kann der Busmaster-Betrieb ebenfalls für jedes Device
konfiguriert werden:
Start" -> "Einstellungen" -> "Systemsteuerung". "System" starten, Karteikarte
"Hardware" auswählen, "Gerätemanager" anklicken.
Hier den Baum "IDE ATA/ATAPI Controler" expandieren. Den Eintrag "Primärer
IDE-Kanal" bzw. "Sekundärer IDE-Kanal" anklicken, rechte Maustaste ->
"Eigenschaften". Die Karteikarte "Erweiterte Eigenschaften" auswählen.
In der Box "Gerät 0" und "Gerät 1" kann jeweils unter "Übertragungsmodus"
der für das jeweilige Gerät am Kanal zu verwendende Übertragungsmodus
ausgewählt werden. Stellen Sie den Übertragungsmodus auf "DMA, wenn
verfügbar" um den Busmaster-Betrieb zu aktivieren. Unter "Aktueller Übertragungsmodus"
erfahren Sie den aktuell verwendeten Übertragungsmodus.
Achtung:
Einige CD-ROMs sowie manche Brenner können nicht im Busmaster-Betrieb betrieben
werden, bitte genau austesten und ggf. den Busmaster-Betrieb für diese Devices
deaktivieren.
HINWEIS FÜR NICHT INTEL-CHIPSÄTZE:
Falls Sie ein Mainboard haben, dass nicht über einen Intel-Chipsatz verfügt:
Die Hersteller der Boards bieten in der Regel eigene Busmaster-Treiber für
Ihre Chipsätze an - wir mussten aber leider die Erfahrung machen, dass diese
Busmaster-Treiber teilweise "fehlerhaft" oder besser gesagt nicht komplett entwickelt
sind - sie arbeiten oft bei Festplatten problemlos. Bei CD-ROMs und insbesondere
CD-Writern versagen sie aber! (Der Grund hierfür dürfte darin liegen,
dass bei Festplatten immer nur "glatte" Datenblöcken, d.h. Vielfache von
512 Bytes übertragen werden - bei CD-ROMs und CD-Writer hingegen durchaus
öfter "krumme" Werte übertragen werden - womit diese Busmaster-Treiber
offensichtlich nicht umgehen können.
Die Effekte reichen von seltsamen Fehlermeldungen bis hin zum Stehen des kompletten
Systems.
Unter Windows NT gibt es sogar teilweise die befürchteten "Blue Screens".
Siehe auch:
Fragen und Antworten - Begriffsdefinitionen
Fragen und Antworten - Hauptseite
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